Listenhunde

Was ist überhaupt ein "Listenhund" ?

Kampfhund oder Listenhund ? Meist meinen diese Bezeichnungen das Gleiche: es sind Hunderassen, die als gefährlich wahrgenommen werden. Im Falle des Listenhundes hat sich der Gesetzgeber diese Meinung zu eigen gemacht und besondere Auflagen erteilt. Listenhunde sind Hunde, die in den Augen des Gesetzgebers gefährlich sind. Diese Hunderassen wurden in eine Liste aufgenommen, die sogenannte Rasseliste (oder Rassenliste) ... von dieser stammt auch die Bezeichnung "Listenhund".

Welche Hunderassen gelten in Österreich als Listen- bzw. Kampfhunde ?
Je nach Bundesland, in dem es eine Rassenliste für sogenannte "Kampfhunde" gibt, variiert deren Zusammensetzung leicht. Diesbezüglich gibt es hier eine entsprechende Liste (weiterführend auch hier auf Wikipedia).

Hundeführschein
Seit 1. Juli 2010 gibt es in Wien den verpflichtenden Hundeführschein für sogenannte Listenhunde, deren Kreuzungen untereinander und mit anderen Hunden (Infos diesbezüglich sind hier zu finden).

Sind Listenhunde prinzipiell gefährlich ?
Prinzipiell nein, denn kein Hund wird mit Aggressionen geboren ! Allerdings gibt es hierzu ein großes Aber ... denn jeder (!) Hund kann aggressiv werden (egal welche Rasse !).
Es obliegt dem Besitzer, wie dieser mit seinem Tier umgeht ... wird ein Hund schlecht behandelt oder vernachläßigt (z.B. durch zu wenig Auslauf, Beschäftigung, Zuneigung, etc.), wirkt sich dies klarerweise auf dessen Verhalten aus. Deshalb ist es sehr wichtig, dass sich Hundehalter mit ihrem Tier beschäftigen (und vor Allem bei Listenhunden entsprechende Maßnahmen durch ausgewogene Beschäftigung sowie Training durchführen). Und ja: Werden diese Aspekte berücksichtigt, haben Sie auch mit einem Listenhund einen liebevollen (und "ungefährlichen") Begleiter ...

Unser Ziel ...
Wir bilden Listenhunde u.A. zu Therapie- sowie Behindertenbegleithunden aus, trainieren zum Hundeführschein, zur Verkehrstauglichkeit und resozialisieren. Ein weiterer, sehr wichtiger Aspekt unserer Arbeit liegt auch darin, das allgemeine Verständnis bez. Listenhunde in das "richtige" Licht zu rücken, Aufklärungsarbeit zu leisten und allen Betroffenen die oftmals vorhandene Furcht zu nehmen (diesbezüglich bieten wir auch Kurse an; siehe auch hier).
Weitere Informationen über uns und unseren Verein sind hier zu finden.

Therapiehunde

Zitat (Wikipedia): "Ein Therapiehund ist ein Haushund, der gezielt in einer tiergestützten medizinischen Behandlung (beispielsweise im Rahmen einer Psychotherapie, Ergotherapie, Physiotherapie, Sprach-Sprechtherapie oder Heilpädagogik) eingesetzt wird. Er ist abzugrenzen vom Assistenzhund, der als ständiger Begleithund für Menschen mit körperlichen, geistigen und/oder seelischen Einschränkungen ausgebildet und eingesetzt ist. Der Therapiehund ist nicht mit dem „Besuchshund“ zu verwechseln. Besuchshunde werden von Fachpersonal oder auch Ehrenamtlern geführt, um soziale Kontakte von pflegebedürftigen Menschen o. ä. zu erhalten. Sie arbeiten nicht im therapeutischen Sinne, sondern auf sozialer Ebene. Für die Arbeit des Therapiehundes eignen sich Hunde jeglicher Rasse und Größe. Typische Beispiele sind Deutscher Schäferhund, Jagdhunde, wie der Golden Retriever, oder der Magyar Vizsla aus Gründen ihrer rassetypischen Kommunikationsfreudigkeit. Sie sollten sehr wesensfest und gesund sein sowie eine umfassende Sozialisierung und Habituation genossen haben. Außerdem muss eine gesunde Bindung zum Hundeführer bestehen."